Sonntag, 5. März 2006
mit 4 Mädels in Göteborg !
sodale...nu bin ich krank, also kann ich meine Zeit nutzen, was neues zu schreiben, bevor ich noch zum studieren komme :-)

Roadtrip !!!
Anfang Februar war ich mit Megan, Jolene, Marie-Soleil & Adrienne in Göteborg.
meine reizende Reisebegleitung :-)

4 Kanadische Girlies in einem Auto, gewagtes Unterfangen. Glücklicherweise konnte ich sie mit deutscher Volksmusik (Wir sind Helden & Fettes Brot) ruhig halten. Immer wenn sie zu laut wurden, hab ich einfach gedroht, das Radio wieder anzumachen.

Als wir dann in der Stadt standen und ich fragte, ob die werten Damen denn nun shoppen gehen wollten (ich meine, dann hätte man es gleich hinter sich) erntete ich erstauntes Kopfschütteln.
In diesem Moment habe ich kurzzeitig überlegt, 4 Frauen gleichzeitig einen Heiratsantrag zu machen.

Dann ging es erstmal weiter mit dem Bus zu einer Stadtrundfahrt & anschliessend noch mal mit dem Auto zu einem recht hübschen Hügel mitten in Göteborg mit einer kleinen Kirche drauf.
eine Kirche in Goeteborg

Danach ging es ins Universeum. Da gab es gefährliche Tiere
gefährliche Tiere
und hässliche Tiere
hässliche Tiere.
Und ein Tropenhaus.

Nu war der Samstag auch schon rum und wir haben uns in der suessen kleinen Jugendherberge "Stigbergsliden" eingenistet. in der "Rumpan-Bar" gabs lecker Essen
megan und adrienne im Restaurant an der Jugendherberge
und auf dem Zimmer lecker Whiskey-Cola. Gut dass die spiessigen Jahre der Jugendherbergen vorbei sind. :-)

Am nächsten Morgen gings erstmal in den nahen Stadtpark, wo es u.a. ein paar nicht mehr ganz so wilde Tiere der erste elch ! zu sehen gab.
Anschliessend haben wir den Tag hauptsächlich damit verbracht, mit Tram und Fähre uns die Schärenküste vor Göteborg anzugucken.
an der Schärenküste
Quasi direkt vor den Toren der Stadt geht es hier doch ziemlich gemütlich zu. Ohne Autos auf Inseln in der Größe von Oesbern und einer Fähre die alle 2 Stunden vorbeikommt kein Wunder.
Trotz Minus-Graden super sonnig und wirklich ein gelungener Trip! Thank you, girls !

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Donnerstag, 16. Februar 2006
Köpenhamn !
(auch: Copenhagen)



soo...nach etwas längerer Zeit mal wieder etwas zu berichten ! Nicht dass es hier nichts zu berichten gibt, eher im Gegenteil, hier passiert einfach sooo viel, dass ich gar keine Zeit mehr habe, Euch daran teilhaben zu lassen. :-)

Aaalso...letzte Woche war ich mit Antonello erstmal in Kopenhagen. Das liegt quasi gegenüber von Malmö (3tgrösste Stadt in Schweden und ungefähr so gross und so hässlich wie Dortmund) auf der anderen Seite natürlich. Also sind wir mit dem Zug von Lund nach Malmö und weiter über die Brücke nach Kopenhagen, was etwa insgesamt 45 min dauert.

Dort sind wir dann erstmal ins "Carlsberg Brewery Visitor Center" gegangen! Det var bli kul !




Dort haben wir nicht nur die grösste Bierflaschensammlung der Welt gesehen



sondern auch erfahren, wie das ursprüngliche Brauereiswappen aus dem 19. Jhrdt. aussah :-)

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Freitag, 10. Februar 2006
Impressionen aus Lund
nachfolgend möchte ich nur die Bilder sprechen lassen

die Domkirche (Domkyrkan), ebaut 12. Jhdt.





akademiska foreningen, Sitz von diversen Verwaltungsorganen und grosser Cafete




ich glaube einer der Gruender der Uni



Gebäude in Lund








das Hauptgebäude der Universität, die 4 Sphinxen auf dem Dach repräsentieren die 4 urspruenglichen Fakultäten der Universität




man sollte sein Fahrrad nie zu nah an der Strasse parken :-)

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Dienstag, 7. Februar 2006
Mein erster Schultag
Hallo ihr lieben,

hier bekommt ihr meinen zweiten "Schweden-Newsletter". Ich war
Donnerstag und Freitag zum ersten Mal in der Uni (also
studienmässig meine ich) und muss sagen, dass sich der Uni-Alltag
etwas von dem einer deutschen Uni unterscheidet.
Zunächst einmal ist es üblich den Professor zu "Duzen". Es gibt
zwar im Schweden auch das Du=Du und das ni=Sie, nach der "Du-Reform"
im letzten Jahrhundert, geht man aber wohl ziemlich zügig bzw.
sofort zum Du über. Der Umgang in den Kursen ist um einiges weniger
autoritär und vielmehr freundschaftlich und hilfsbereit. Die
Schweden haben im Gegensatz zu den Deutschen schon längst erkannt,
dass die wichtigste Ressource in ihrem Land "Know-How" heisst.
Demzufolge wird auch entsprechend in die Bildung investiert und
Sprüche wie "faules Studentenpack" sind hier glaube ich viel
seltener zu hören als irgendwo sonst.
Wie ich es bisher mitbekommen habe, scheint der Schwede an sich
auch viel stärker "sozialisiert" zu sein. Soll heissen die Familie,
oder genauer der Nachwuchs wird hier viel höher gehandelt als
vielleicht woanders - Bei nur 9 Millionen Einwohnern in ganz
Schweden wird kein Potential verschenkt, wie es Jan afaik mal
ausdrückte. So ist auch jeder Schwede daran interessiert, sich
selbst bestbringend in die Gesellschaft zu integrieren, sei es im
Job oder als Freiwilliger.
Insgesamt ist die Atmosphäre also als sehr angenehm zu bezeichnen.
Individualisten sind hier glaube ich viel seltener vertreten, was
sich natürlich auch in der Mode niederschlägt. Über 80% der
Schwedinnen sind momentan anhand ihrer engen Jeans und braunen
Stiefeln über der Hose zu erkennen.
Trotz des recht hohen Anteils von "Internationals" wie wir
Austauschstudenten uns nennen von etwa 1500/30000 Studenten, sind
Immigranten äussert selten zu finden.
Probleme wie man sie von der Marktstrasse in Menden oder vom Hbf in
Bochum kennt, sind hier also einfach mal *völlig* unbekannt.
Wer hier einer Schwedin einen sexistischen Spruch drücken würde,
wird wahrscheinlich einfach am nächsten Baum aufgeknüpft, und ich
halte es nicht für unwahrscheinlich, dass an dieser Tat zum
Grossteil Frauen beteiligt sein werden - Gleichberechtigung sieht
hier halt etwas anders aus *g*
So sieht auch eine Polizeistation etwas anders aus. Während man in
Deutschland manchmal über die "Mäuschen" in Dienstjacke lacht, habe
ich in der Polizeistation in Lund ausschliesslich Frauen in
leitenden Position gefunden. Die Männer sind quasi nur fürs "grobe".
A pro pro Polizei: Unsere Nachbar WG ist gestern albernderweise mit
einer Spielzeug-Pistole durch die Stadt gegangen. Dauert nicht lang,
bis 4 Polizisten in feinster SEK-Manier die jungs darauf
aufmerksam gemacht haben, dass das ja nicht so eine schlaue Idee
war. ;-)))
Securities sind hier übrigens auch zu finden, sie sind recht leicht
an grellgelben Regenjacken zu erkennen, die sie, wie ich mir hab
sagen lassen auch im Hochsommer in einer stickigen Nation
(Clubhäuser, wo sich das Studentenleben abspielt) nicht ausziehen -
Sicherheit geht halt vor. *g* Ansonsten sinds aber mehr
Footballteams als professionelle Sicherheitsdienste. Professionelle
finden sich nur in Diskotheken & Bars ausserhalb der Nations.


-- Vorgestern hat es ein wenig geschneit. Soll heissen 30 cm
Neuschnee an einem Abend, was den Gang zur Nation (wir erinnern uns,
man ist grundsätzlich mit dem Fahrrad unterwegs) zu einem Erlebnis
der ganz besonderen Art macht !!
Heute waren wir Schlittenfahren, angesichts der Tatsache, dass
nicht wenig Internationals zum ersten Mal Schnee gesehen haben,
hats natürlich auf doppelt Spass gemacht. Da wir natürlich keine
Schlitten haben, wurde auf Aldi-Tüten und IKEA-Taschen umgesattelt.
Macht es nur etwas schmerzhafter auf der Todespiste.......


Sooo...jetzt werde ich erstmal wieder etwas für die Uni tun und
heute abend hoffentlich noch was von meiner neuen Tandempartnerin
hören, eine Schwedin, die Deutsch lernen will, während ich
Schwedisch lernen will. Ist um einiges günstiger als einen weiteren
Schwedischkurs zu belegen und vielleicht eine Möglichkeit ein paar
Schweden kennenzulernen, die sich sonst (zumindest nüchtern) sehr
reserviert den Internationals gegenüber verhalten.
Betrunken sind Schweden übrigens völlig!! anders drauf als nüchtern.
Aber dazu vielleicht später mehr.


Liebe Grüße,
Hejdå

Stefan


PS:
IKEA's sehen übrigens nicht nur in Deutschland alle gleich aus,
sondern auch in Schweden und Singapore(!)

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Tjena!
Meine erste Woche in Sverige ist um, und nach unzähligen meetings, parties, neuen Eindrücken
und Bekanntschaften finde ich nun die Zeit Euch mal kurz "hallo aus Schweden" zu sagen.

Meine Kurse haben bis auf einen Einführungskurs in Svenska noch nicht angefangen, so dass
mir genug Zeit für eine Exkursion und jede Menge Party blieb. *g*

no comment

Hier ein paar Eindrücke in ungeordneter Reihenfolge:


1) Bei der Ankunft gleich nen kleinen Unfall gehabt (Keine Sorge, nichts passiert, bin auch
nicht schuld)

2) ein typisches Studentenwohnheim in Lund hat 500-1500(!) Einwohner.

3) Dank der chemischen Fakultät lebe ich mit 5 Mann (3 Deutsche, 1 Italiener, 1 Franzose
(Foto)) in einem privaten Haus in einer SUUUPER-schicken WG mit eigenem Bad und nagelneuer
IKEA (was sonst?) Einrichtung


(Antonello (I), Alex (Au) & Quentin (F)


4) nicht so viel Glück hatten die Exchange students die in einer ehemaligen Nervenheilanstalt
(vergitterte Fenster inkl.) einquartiert wurden.

5) das Studentische Leben spielt sich vollständig in den sog."nations" ab.
Das sind Studenten"verbindungen" in denen jeder Student sein muss. die älteste geht zurück
ins Jahr 1666 (so alt ist die Uni!!) und sie sind alle nach einer Region in Schweden benannt,
aus denen die Studenten zumindest damals herkamen. Demzufolge haben sie alle sehr lange
Traditionen.
Jede Nation hat ein eigenes "Clubhaus" inkl. Partykeller, in der mind. 1x Woche etwas geht.
In den Nations Häusern gelten andere Gesetze für die Alkoholsteuer, so dass man ein Bier
bereits für 20-25 SKR = 2-3€ bekommt.
Aber ohne Studentenausweis aus Schweden bzw. Letter of Acceptance (exchange students) kommt
man NICHT auf diese Parties (Fotos)

so wird gefeiert !
auf den Studi-Parties wird BlackJack gezockt ;-)
<br />
(Lunds Nation)


8) Ich glaube es gibt sogar Kaffeeautomaten mit einem Nummernzieh-gerät

9) Türklinken sind vollständig nutzlos in Schweden. Genaugenommen kann man sie weglassen.
Die Tür wird nämlich durch einen Drehknopf (wie man es von Innenseiten von Haustüren kennt)
geöffnet. Schlösser sind grundsätzlich falsch herum eingebaut.Immer.

10) Alle Gerüchte über Schwedinnen stimmen.

11) Ich habe in 4 Tagen ungefähr 100-200 Leute kennengelernt

12) Schweden sind am Wochenende sehr leicht zu erkennen. Sie tragen Partyhüte.

13) Wenn Schweden keine Partyhüte tragen, gehen sie zu einer Bunny Party. (s.u.)
nach einer "Bunnyparty"
<br />
;-)

14) Und sie singen.

15) Lunds Unversitet ist die älteste Universität in Schweden.
Die Stadt ist demzufolge vollständig von sehr sehr schönen, alten Gebäuden bestimmt.


16) Lund hat 100.000 Einwohner. 1/3 (!) der Bewohner sind Studenten. Der Rest von 2/3
verkauft Kaffee oder Fahrräder an Studenten. Fahrräder sind übrigens das Fortbewegungsmittel
schlechthin in Schweden. Das Strassenbild ist demzufolge vollständig von Studenten,
Fahrrädern und Fahrradständern bestimmt. Fahrradwege sind teilweise breiter als die
zugehörigen Strassen.

17) Studenten, die Parties in Wohnheimen organisieren werden mind. von 3 Institutionen
(Polizei, Unversität, Feuerwehr) angerufen, die die Party verbieten.

18) In Wohnheimen finden demzufolge grundsätzlich nur "political discussions" statt.

19) Ein typisches Sprichwort in Schweden lautet:
"Don't let the studies be in your way for life experience"

20) meine schwedische Nummer gibts auf mail-anfrage, die deutsche wird nicht mehr benutzt

21) Diesen Punkt möchte ich nutzen, um meinen Eltern für ihre finanzielle Unterstützung zu
danken, ohne die dieser Auslandsaufenthalt mit Sicherheit nicht möglich gewesen wäre.

So...ich hoffe das reicht Euch erstmal an Info......nachfolgend lasse ich die Fotos für sich
sprechen....:-)
Hejdå,

Stefan



auf unserem Roadtrip nach Ystand

altes Haus in Ystad

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