Montag, 20. März 2006
Tentamen & "the reverse causality theory"
So! Heute war Examen! Damit ist mein erster Kurs in Lund "Bioanalytisk Kemi" abgeschlossen und die ersten 15 Cps hoffentlich sicher.

Lustig war, als ein etwas betagter Prof. zu Beginn der Klausur erstmal eine kleine "Andacht" gehalten hat, wie ich sie zuletzt von OStFw Schröder kennengelernt habe. :-). War schwedisch, deswegen hab ich sie nicht verstanden, aber mir wurde auf Anfrage bestätigt, dass er längere Zeit beim Militär war. *g*

Um sechs bin ich dann auch mal gegangen.
Nicht weil ich wirklich fertig war, hätte nochmal drüber gucken können über die Klausur. Aber ich hatte Rückenschmerzen. Und genug geschrieben, was für mind. "godkänd" (bestanden) und vielleicht sogar "vg= v-irgendwas godkänd" (gut bestanden) reicht.


The "reverse causality theory"

Die letzten 2 Tage habe ich sehr effektiv mit Pär (meinem schwedischen Laborpartner) gelernt.
Dabei hat er mir unter anderem die "reverse causality theory" näher gebracht:
In Schweden ist es kalt. Alle warten auf den Frühling. Auch Pär. Wenn der Frühling kommt, kann man dünne Jacken tragen. Aber bisher ist der Frühling noch nicht gekommen. Obwohl Pär auf ihn wartet. Deswegen versucht er es jetzt andersrum. Er hat einfach mal eine dünne Jacke angezogen und probiert aus, ob der Frühling jetzt kommt. Bisher ist er noch nicht gekommen, aber wir haben schon weitere Anhänger der RCT gefunden. Auf dem Weg zur Klausur sind uns 2 Schwedinnen mit Röcken entgegengekommen.
Snygg! Es lebe die RCT !


(Vorsicht! Chemie!)
Der erste Unterschied, der mir zu "deutschen" Klausuren aufgefallen ist war die Zeit. Die Klausur war von 2pm bis 7pm angesetzt und die Zeit haben einige tatsächlich auch genutzt. Der Umfang war etwas größer als bei uns. 3 DinA4 Seiten mit Fragen zu ELISA (das sind die Zutaten, wie sieht das Assay dazu aus), allg. zur Probenvorbereitung (wie funzt Mikrodialyse und wie wird sie eingesetzt) Erklärung von ein paar Begriffen zur Qualitätssicherung, Solid-Phase Extraction, ein etwas grösserer Teil zu MS (Erklären Sie wie MALDI funktioniert und was es mit peptide mass mapping auf sich hat; wie erkennt man in welchen peptid und an welcher Stelle eine phosporylierung stattgefunden hat) und etwas DNA-sequencing (wie funktioniert PCR, was ist STR)
(/Chemie off)

Glücklicherweise kam kein "Principal Component Analysis" dran. Pär und ich haben uns drauf geeinigt, dass, wenn die frage drankommt, wir folgendes schreiben: "It has something to do with the fish".


PS:
die sache mit dem "airbording" (siehe comments zu "snow-sliding") muss ich mal ausprobieren, chrigu!
Morgen gehen wir wieder Schlittenfahren. Auf einem richtigen Ski-Berg :)

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