Samstag, 6. Mai 2006
Easter Trip II (Helsinki)
sooo...hier mal wieder ein Artikel für die lieben daheim! :-)
Nach dem ersten Tag in Stockholm gings mit der Vikingline nach Helsinki. (Hier demonstriert von meinen reizenden Reisebegleitungen)

Unsere Reiseroute

Auch wenn die Überfahrt die ganze Nacht dauert und man günstigerweise eine Kabine bucht, bekommt man die Reise als "Cruise" relativ günstig. Einfachste Klasse Retour ab etwa 15 €. Finanziert wird das ganze durch die Tonnen an Alkohol die der Durchschnittsschwede am Duty-Free-Shop der Fähre und in den Bars erwirbt. Daher werden die Fähren auch gemeinhin als "Partyboats" bezeichnet.

Nachdem wir in Stockholm abgelegt haben konnten wir noch dutzende kleine suesse Inselchen sehen, bei denen der Schwede sich wohl folgendes gedacht hat: Wenn man nen Grill hinstellen kann, kann man auch noch n Haus drauf bauen.

Inselchen an der Kueste vor Stockholm

An diesem Abend haben wir nicht nur einen lustigen Musikanten aus den Staaten getroffen, der als Sänger/Gitarrist in einer der Bars auf dem Schiff arbeitet, sondern es ist mir auch gelungen, einen der bisher für mich umwerfendsten Sonnenuntergänge in Schweden zu einem kleinen Teil auf Film zu bannen:

Sonnenuntergang über Stockholms Schärenküste


Am nächsten Morgen in Helsinki angekommen, bot sich gleich ein ganz anderes Bild. Statt wenigen übriggebliebenen Eisschollen, die man hie und da mal in Stockholm gesehen hat, war das gesamte Hafenbecken von Helsinki zu Ostern (!!) noch komplett zugefroren, so dass nur einige von Eisbrechern geschaffene Wege benutzt wurden.

Das Hafenbecken in Helsinki zur Osterzeit

Zunächst zu Helsinki:
Helsinki ist durch die jahrelange Regentschaft der Russen eine sehr stark russisch geprägte Stadt.
Mehr zur Geschichte unter "Helsinki".
Helsinki ist zweisprachig, da etwa 6,2% der Einwohner Schwedisch als Muttersprache sprechen (Der Anteil der Schwedischsprachigen ist noch um einiges höher an der Westküste).
Das Finnische an sich hat jetzt einfach mal so gar nichts mit anderen Sprachen zu tun. Wenn ein Finne spricht, hört sich das etwa so an: Nimm eine Hörspielcassette von Winnie Puh, lasse sie rückwärts und in doppelter Geschwindigkeit abspielen.

Was ich trotzdem lernen konnte ist folgendes:
Moikka = Hallo
Kiitos = Danke
Minttu = unglaublich leckerer Minzschnaps mit 50 Umdrehungen und Nationalgetränk der finnischen Studenten. Schmeckt in etwa so, wie wenn man eine Schachtel After Eight in einem Glas Aceton auflöst.


In Helsinki ging zunächst nach Suomenlinna, das ist eine Festungsinsel direkt vor Helsinki, die wechselseitig im Laufe der Jahrhunderte den Schweden, Finnen und Russen als Kastell gedient hat.

Ganz viele der alten russischen Kanonen stehen da immer noch rum und man kann auch die ganzen Verteidigungsstellungen und Kasematten begehen. Wirklich cool!

Kanonenstellung auf Suomenlinna

Unterirdisches Gangsystem auf Suomenlinna




Mein persönliches Highlight, weil soziales Highlight war, als wir abends in der Jugendherberge am alten Olympiastadion (es war nicht hübsch, deswegen auch keine Bilder) in der Küche auf Mark (Kanada) und Naomi (Great Britain) getroffen sind. Die beiden nehmen grade ein Jahr off und arbeiten aus Aushilfslehrer für Englisch in na ratet....Deutschland!
Wir haben erst zusammen gegessen, dann ein zwei Bier getrunken und dann kam die Flasche Vodka auf den Tisch *grins*. Wir sind dann den Abend in einer finnischen Nu-Jazz-Bar (so wie der Henkelmann, wer ihn kennt) gelandet und hatten jede Menge Spass!!!!


Mark and Naomi

Nachfolgend zeige ich einfach noch ein paar Impressionen aus Helsinki. Das erste Bild zeigt die
Temppeliaukio-Kirche, die ich für die bisher beieindruckenste nicht-Kathedralen-Kirche halte, die ich je gesehen habe. Sie wurde Kreisrund direkt in den blanken Fels geschlagen und mit einem Glasdach versehen. Fantastisch!

Die Temppeliaukio-Kirche in Helsinki

Der Senatsplatz in Helsinki

Die Uspenski-Kirche in Helsinki


Genug für heute !!

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